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Archiv für den Monat Juli 2008

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WIRD DIE WIRTSCHAFT ‘S SCHAFFEN?

“Sauwirtschaft”

Mit der Welt-Wirtschaft liegts im Argen. Schon seit Adam und Eva her. Mühsames Placken, den Lebensunterhalt zu fristen. Manchen reicht’s. Den meisten kaum. Hohe Risken sind einzugehen. Und laufen schief. Welches Volk ist eigentlich nicht verschuldet? Wie soll das gutgehen? Auf die Dauer? Nur arbeiten und arbeiten und arbeiten. Kein Ende abzusehen.  Ist das das Leben?

Natürlich schaut man, es besser zu haben. Aber dafür habens andere dann eben schlechter. Jeder will den Topf auf seine Seite neigen. Da verschiebt sich  zwar der Ausguss  -  nur: die Menge bleibt gleich.  Und zuwenig! Die Menge zu erhöhen, das weiss jedes Greenhorn, senkt den Wert. Da ist nicht zu rütteln. Die Nachfrage zu steigern ist nicht so einfach. Wenn die Kaufkraft fehlt. Mehr Geld bringt mehr Inflation. Führt so in die falsche Richtung. Wem soll das nützen? Und die Konjunktur? Experten kurbeln und kurbeln und kurbeln…. Es läuft wohl nicht?!

Es ist offensichtlich: Die Wirtschaft beherrscht  u n s. Und wir sind nicht imstande, die Wirtschaft zu beherrschen. Schuld sind wir selber: Wir beschäftigen uns zur Lebenserhaltung mit einem System…., das unser Leben nicht erhält   –   global gesehen. Ein Pfusch!

Immer mehr Menschen nagen am selben Hungertuch. Bald wird auch das aufgezehrt sein. Wie dann noch weiterwirtschaften? Prof. Keppelmann hat nachgedacht. Gundlegend.  Praxisnah: “Economy is our fee. Die Wirtschaft den Wirt schafft!” (Keppelmann, H.: The Mastering of the Crisis, Chicago 2003, Seite 77). Das iii-product-team hat die Vision bereits umgesetzt: der “Entfesselte Markt” (RUBBERS ENTERPRISE, TM) ist bereits voll angelaufen. Höchst erfolgreich.

“Unsere” Wirtschaft hat es im Lauf der Geschichte geschafft, uns von sich abhängig zu machen. Unser Leben an sich zu ketten. Ohne grundlegende Lebens-Änderung auch keine Möglichkeit zu grundlegender Wirtschafts-Änderung!  -  Das ist nun anders geworden.  Grundlegend anders.

Wir brauchen uns nicht mehr abhängig fühlen müssen. Nicht wir haben mehr der Wirtschaft zu dienen. Nein: die Wirtschaft dient endlich uns. Effektiv. Mit all ihren Kräften. Unseren Zielen. Unserem Wohlergehen.

Modernste Management-Methoden wurden überlegt eingesetzt: Motivations-Psychologie. Die Wirtschaft mit den eigenen Erkenntnissen angehen: Das Black-Box-Erfolgs-Credo: Setze eine Vorgabe, erwarte ein Ziel, den Weg stell frei. Na also! Man darf nicht mehr länger versuchen, sich dauernd einzumischen. Solches Gängeln macht frustriert. Bremst die Motivation. Den Motor der Wirtschaft. Hemmt das freie Entfalten. Mindert den Nutzen. Im Kleinen. Und im Grossen. So galoppiert die Wirtschaft  nun los. Zu unserem Vorteil. Wenn wir sie nur lassen. Zügel frei!

Der “Entfesselte Markt” handelt allein. Unbeeinflusst vom Menschen. Wird nicht durch Fehlentscheidungen blockiert. Setzt sich in der Ideallinie durch  -  wie jede Evolution. Und entwickelt sich. Ganz von selbst.

Und wir? Wir leben endlich. Machen’s uns gemütlich. Lehnen uns zurück. Züchten unsere Hobbies. Zur Arbeit kein Anlass mehr. Und Mühe. Und ab und zu: Schauen wir nach dem Rechten. Setzen neue Vorgaben. Und erreichen neue Ziele. Wie’s uns gefällt! Weil die Wirtschaft frei ist, sind wir frei. Und je freier der Markt, desto freier auch wir.

Für den Laien klingt das einfach. In der Praxis war freilich ein hartes Stück Arbeit vonnöten. Ein spezielles, sich selbst optimierendes und automatisch perfektionierendes  Ultra-Super-Computer-Top-Tech-Netzsystem musste eigens entwickelt werden. Extra nach Maß dafür zu erfindende Voll-Kunststoff-(übrigens die ersten nur ausschließlich aus reinem Kunststoff bestehenden)-Mega-Hochleistungs-Mikrochips von nie geahnter Kapazität. Erstmals in der Praxis eingesetzt. Dazu eine nagelneue Programmier-Sprache. Self-fulfillling. Ein Programm zur Erfassung der gesamten, und sei es noch so detaillierten Wirtschaftsströme. Inclusive des weltweiten Börsenablaufes. Ein gemeinsamer Nenner errechnet. Verschiedenste Auswertungsmodelle erdacht und getestet und verworfen und neukonzipiert. Alles nach der grundlegenden Erkenntnis Prof. Keppelmanns streng zielgerichtet.

Der endgültige Durchbruch löste dann freilich sogar beim erfolgsgewohnten iii-product-team Freudensprünge aus. Es ist geschafft. Das Ende der monetären Gesellschaft ist der Anfang der neuen Zeit. Unserer Zukunft!

Jeder kann nun ohne Geld existieren. Ohne Einkommen. Ohne Guthaben. Ohne Steuern auch. Und trotzdem: In totaler Sicherheit. Die Wirtschaft beliefert uns gratis! Man nimmt sich im Geschäft einfach, was man braucht. Selbstbedienung! Ohne Kassa! Wenn jemand ein Auto benötigt, na dann holt er sich’s. Oder zwei! Computer besorgen die Verteilung. Und Roboter die Auslieferung.

Die Produktion läuft vollautomatisch. Und kostet nichts. Weil auch die Zulieferteile nichts kosten. Weil auch die Rohstoffgewinnung nichts kostet. Der Bedarf wird aus den feinst-verästelten Informationsflüssen des Computer-Netzwerkes durch Hoch-Rechnungen eruiert. Und stetig der realen Erfordernis angepasst. Neue Maschinen werden durch Roboter gebaut. Und durch Roboter repariert. Sind Roboter. Von Computern geplant. Marktgerecht!

Alles läuft, wie es laufen muss. Vollautomatisch. Perfekt. Gesellschaftspolitisch gesehen hat die Sache enorme Vorteile: Es gibt nun nicht mehr bessere und schlechtere Wirtschaftssysteme, sondern nur noch weltweit ein  -  das optimale  -  System. Wozu noch Kriege? Da niemand mehr arbeiten muss, oder Geld braucht, ist Betteln, Betrügen oder gar Stehlen völlig überflüssig. Arbeitslosigkeit ist kein soziales Problem mehr! Gleichberechtigung die Norm. Weltweit. Wir können’s zufrieden sein. Alles läuft von selbst. Ohne daß wir uns kümmern müssen. Oder sorgen. Unsere Welt.

Computergesteuert. Perfekt. Vollautomatisch.

Automatische Kinos. Automatische Züge. Automatisches Kaufhaus, automatisch gebaut. Automatische Bars. Automatische Flüge. Automatisches Bier, automatisch gebraut. Automatisches Essen, automatisch gegeben. Automatischer Fortschritt. Automatisches Leben!

Perfekt!

Und immer perfekter: Der “Entfesselte Markt” lernt aus den Fehlern. Und optimiert das eigene System. Programmgemäss. Self-fulfilling. Nichts kann mehr schieflaufen. Die Zukunft liegt sonnig vor uns!

Freilich:  Eines hat Prof. Keppelmann dem Computer verbieten müssen:  Der Perfektionsdrang muß eine Grenze haben  -  das Ausmärzen von Fehlern eine Schranke. Trotz aller Nachteile für’s Wirtschafts-Wachsen und Konjunktur-Schwung:  Der Mensch, unvollkommen wie er ist, muß bleiben dürfen!

WO KEINER HILFT, IST

KEINE HILFE!

WITHOUT PUFF NO LUFF!

Keppelmann, H.: The Mastering of the Crisis, Chicago 2003, S. 914

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